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einschlag.org verpuppt sich

Nachdem die Seiten von einschlag.org seit einiger Zeit unverändert in Betrieb sind, ist nun Zeit für eine Veränderung.

Hier kann der geneigte Betrachter schon mal einen Blick in die Zukunft werfen. Nach einer Weile des parallelen Betriebes werden nur noch die neuen Seiten gepflegt.

In der zukünftigen Version kann jede Seite von jedem Besucher bearbeitet werden. Diese Seiten waren bisher als Plattform zugänglich und sollen nun mehr ins Zentrum rücken. Gleichzeitig werden dort automatisch tagesaktuell Veranstaltungen angezeigt (siehe: EventList).

Bitte schickt mir weiterhin Eure Ankündigungen per Email an kai@einschlag.org.

Hier ist der Platz für Euer Feedback. Herzlich grüßt Euch, Euer Kai.

posted 08.10.04

NAXOS

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Im Rahmen der 7. Garagen-Vernissage zeigt einschlag.org eine fotografische Installation von Marlies Ebertshäuser. Am 23.10.2004 in der Siegsdorfer Str. 16 (U2-Kreillerstr.) von 13-18 Uhr. Skurrile Ansichten aus fast drei Jahrzehnten.

posted 07.10.04

Figurinen

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Susanne Wagners transdisziplinäre Arbeit von Skulptur in Fotografie in der Rebekka Kraft : Galerie

Ausstellung vom 8.10.-6.11.2004
Vernissage: 8.10.2004 ab 18.00

Rebekka Kraft : Galerie
Watzmannstr. 11 81541 München
U2 Silberhornstr. Tram 27/25 Ostfriedhof
Öffnungszeiten: Di., Mi. u. Fr. 17.00-20.30, Sa. 10.30-16.00

Susanne Wagner gewährt uns mit ihrer Arbeit Figurinen einen Einblick in Verborgenes. Sie weckt dabei Erwartung, die sie aber nur einen kurzen Moment erfüllt, um dann sofort wieder ins Rätselhafte zu tauchen und uns in neue Erwartung zu setzen. Bewusst deutet sie in ihren Skulpturen Körperhaftes an oder verbirgt es zuweilen unter scheinbar transparenten Oberflächen. Das Innerste aber wird uns vorenthalten. Geschützt und verpackt liegen die ?Figurinen? in ihren Schachteln wie in Sarkophagen ? der Öffentlichkeit gleichsam als Sammlerobjekte preisgegeben. Bizarres, feingliedriges Schmuckwerk ziert einige dieser larvenartigen Gebilde - Schmuck als Grabbeigabe, als eine Art Lebens- und Vergänglichkeitsoffenbarung.
Gibt es in dieser Leblosigkeit Lebendigkeit?

Zur Ausstellung erscheint eine Edition sowie ein Katalog.

posted 06.10.04

fan 2 composition

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8.10.-12.11.2004 - Heike Döscher (München) und Michael Graeve (Melbourne) in der Galerie Royal

Eröffnung: Freitag, 8.10.2004, um 20.00 Uhr
Finissage: Freitag, 12.11.2004, 20.00 Uhr

Galerie Royal
Landsberger Str. 446
81241 München
Öffnungszeiten: jeweils Freitags, ab 20.00 Uhr

Im Foyer der Galerie sorgen 30 an der Decke angebrachte Tischventilatoren für ein konstantes akustisches Grundrauschen und für eine ungewohnte Brise, die durch die automatisierten Schwenkbewegungen der Rotoren permanent in Stärke und Richtung oszilliert.
Das Surren und Rauschen der Ventilatoren (Fans) mischt sich mit den Tönen der im Hauptraum angesiedelten Soundinstallation. Auf zwei Stereosystemen laufen parallel und aufeinander abgestimmt die zwei Teile einer Komposition von Michael Graeve für vier Lautsprecher, in der sich bis zu sechzehn Lagen von Klängen und Geräuschen in repetitiven Mustern in der Zeit wie im Raum verschieben und modulieren. Neben den Lautsprechern und Abspielgeräten ist der einzige visuelle/skulpturale Eingriff in den Raum die großflächige, Wände, Boden und Decke einbeziehende Projektion eines (farbmanipulierten) Fotos von einem australischen Eukalyptuswald.
Döscher und Graeve schaffen viel surreale Atmosphäre mit wenigen und sehr unterschiedlichen Mitteln; Mitteln, die von einfach (Projektion) bis aufwendig (das Rauschen im Ventilatorenwald), von abstrakt bis narrativ, von analog bis digital und quer durch alle Sinneswahrnehmungen reichen. Ein Environment im Sensurroundverfahren, das durchaus versuchen könnte, so etwas wie einen tatsächlichen Simulationscharakter anzustreben, aber weit gefehlt.
Denn was hier beim Betrachter evoziert wird ist keine konkrete Situation, kein bestimmter Ort, sondern mehr eine vage Ahnung, an irgendeinem anderen Ort zu sein. Es geht eher um Motive wie den Exotismus (den Victor Segalen definierte als das Gefühl, am anderen Ort anders zu sein), um landschaftliche Weite, Fernweh (gerade wenn die Patterns der Komposition bisweilen an das Rattern eines fahrenden Zuges erinnern), um Reisen in innere und andere ungreifbare Welten, romantisches Gedankengut und das Naturschöne...
Allerdings bleibt das Ganze auch im Hinblick auf diese allgemeineren Motive stets erfrischend uneindeutig, kippfigurenhaft. Denn neben ihrem Verweisen auf diverse mögliche Motive und Themen verweisen die einzelnen Elemente der raumgreifenden Arbeit stets auch auf sich selbst zurück, auf ihre technische Seite und ihre je eigene skulpturale Qualität.
Heike Döscher und Michael Graeve rocken den Raum ? und den Betrachter.

posted 06.10.04

Eva Weinmayr, Thomas Körner und Titus Kroder im Mini Salon

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Eva Weinmayrs Ausstellung im mini salon wird nahezu unsichtbar sein und doch
wiederum sehr präsent. Es gehört zum Kennzeichen zahlreicher ihrer Arbeiten,
dass sie Gegebenheiten aus der Realität eines spezifischen Ortes aufgreift
und manipuliert. In Zusammenarbeit mit Thomas Körner und Titus Kroder
realisiert sie im mini salon drei unterschiedliche Arbeiten.

Im Bad, einem eigentlich nicht für Ausstellungszwecke vorgesehenen Raum,
greift sie mit einem Bodenmosaik in die bauliche Substanz ein. Das Mosaik
bildet in einer traditionellen Abbildungstechnik einen Duschvorleger nach,
den der Kurator als Nutzer der Wohnung tatsächlich verwendet. Das
Abgebildete liegt auf seinem eigenen Abbild, selten allerdings wirklich
deckungsgleich. Gerade diese Abweichung ist ein Phänomen, das die Künstlerin
interessiert. Darüber hinaus verweist die situationsbedingte Lage des
Vorlegers direkt auf alltägliche Handlungsweisen. Das Flüchtige in den
Routinen des Bewohners, das für Ausstellungsbesucher sonst nicht greifbar
ist, wird in dieser Bodenarbeit präsent und festgeschrieben.

Eine Soundinstallation im Büro gibt die Geräuschkulisse der Landsberger
Strasse wieder, einer verkehrsreichen Ausfallstrasse Münchens. Zwei außen an
der Fassade angebrachte Mikrofone übertragen mittels Kabel, Verstärker und
Lautsprecher die aufgenommenen Geräusche in den Büroraum. Die Schutzfunktion
der Wohnung wird ad absurdum geführt. Andererseits erfährt das, was wir als
Lärm wahrzunehmen gewohnt sind, eine subtile Umdeutung. Der Abbildcharakter
der Soundinstallation verleitet zu einem aktiven, durchaus musikalisch
geprägten Zuhören. Das außerhalb des Gesichtshorizonts liegende Geschehen
inspiriert die eigene Vorstellungskraft und erzeugt bei dem Besucher eine
eigene Erzählung.

Durch Kontext- und Sinnverschiebungen sorgen die Arbeiten für eine
veränderte Wahrnehmung des Alltäglichen. Die Bedeutungsänderung weckt ein
Bewusstsein dafür, dass die Situation, die zuvor als neutral betrachtet
wurde, bereits zuvor gesellschaftlich bedingte Nutzungen und Codierungen
aufwies. Die Manipulationen Weinmayrs stellen der Sichtweise eines fertigen
Gefügtseins der sozialen Welt auf teils subversive, stets aber
intelligent-witzige Weise Alternativen an die Seite. Sie zeigen somit immer
noch Spielräume für eine eigene Wahrnehmungs- und Handlungsautonomie auf.

Aus einer anderen Perspektive widerspricht die Ausstellung mit ihrem
expliziten Bezug auf die Lebensumstände des Kurators dem Begriff einer
Autonomie der Kunst. Sie befragt ausdrücklich und sehr konkret die
Bedingungen und Hintergründe für das Entstehen und die Vermittlung von
Kunst.

m i n i s a l o n
rüdiger belter kunstvermittlung
Landsberger Strasse 129
D-80339 München-Westend

Tel.: 089-51 99 98 88
Fax: 089-51 99 98 90
ruediger.belter@belter-kunst.de

Freitags 14 - 18 Uhr und gerne nach Vereinbarung

posted 06.10.04